Dax rutscht weiter ab: Analyst warnt vor Nervosität und geopolitischen Spannungen

Der Dax ist am Mittwoch nach einem bereits eher schwachen Start bis zum Mittag weiter in den roten Bereich abgerutscht. Gegen 12:15 Uhr wurde der Index mit rund 24.514 Punkten berechnet, dies entspricht einem Minus von 0,8 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelstag. An der Spitze der Kursliste rangierten Henkel, Qiagen und BASF, am Ende Deutsche Börse, Deutsche Bank und Siemens Energy.

„Die Nervosität bei den Investoren bleibt weiterhin vorhanden“, kommentierte Marktanalyst Andreas Lipkow. Mit einem schnellen Einlenken bei den geplanten Zollsanktionen zwischen der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion und den USA rechne kaum jemand mehr. „Die Situation ist aktuell verhagelt und lässt Europa in einer geschwächten Situation stehen. Sowohl konjunkturell als auch militärisch bleibt eine erkennbare Abhängigkeit zu den USA bestehen“, erklärte der Analyst. „Politische Börsen haben bekanntlich kurze Beine und daher ist noch keine Verkaufspanik vorhanden. Die Marktteilnehmer achten sehr genau auf das derzeit stattfindende Weltwirtschaftsforum in Davos, um das ein oder andere Statement zu der derzeitigen geopolitischen Gemengelage und deren Tonalität aufnehmen zu können.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochnachmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1707 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8542 Euro zu haben.

Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochnachmittag gegen 12 Uhr deutscher Zeit 64,60 US-Dollar, das waren 32 Cent oder 0,5 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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