Sachsen erlebte 2025 extremes Niederschlagsdefizit und hohe Temperaturen

Das Jahr 2025 war in Sachsen erneut deutlich zu warm und von einem erheblichen Niederschlagsdefizit geprägt. Das teilten das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) und der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Mittwoch mit.

Die Durchschnittstemperatur lag 1,6 Grad über dem Wert der Referenzperiode 1961-1990, der Januar war sogar 3,6 Grad zu warm. Zugleich fielen im Schnitt 19 Prozent weniger Niederschlag, während die Sonne 31 Prozent länger schien als im langjährigen Mittel.

Besonders ausgeprägt war die Trockenheit im Frühjahr und am Jahresende.

Der April verzeichnete ein Niederschlagsdefizit von 51 Prozent, der Dezember sogar von 70 Prozent. Dem standen niederschlagsreiche Monate wie der Juli mit einem Plus von 71 Prozent gegenüber.

Diese ungleiche Verteilung führte dazu, dass die klimatische Wasserbilanz, also die Differenz aus Niederschlag und Verdunstung, im Sachsenmittel bei minus 43 Litern pro Quadratmeter lag. Die Grundwasserstände befanden sich zum zwölften Mal in Folge unter dem vieljährigen Mittel, eines der stärksten Defizite seit über hundert Jahren.

Die anhaltende Trockenheit belastete Wälder und Natur.

So war der Waldbrand in der Gohrischheide im Juli mit über 2.100 Hektar der größte Flächenbrand seit den 1980er Jahren. Der Kronenzustand vieler Bäume, insbesondere von Eichen und Kiefern, verschlechterte sich weiter.

In der Landwirtschaft brachte das Jahr hingegen überwiegend gute Erträge, da Regen zur rechten Zeit fiel. Die Luftqualität litt unter den trockenen, austauscharmen Wetterlagen, was zu erhöhten Feinstaubwerten führte.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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