Deutschlands LNG-Abhängigkeit von den USA steigt stark: Importe um über 60 Prozent gewachsen

Die Abhängigkeit Deutschlands von US-Flüssiggas hat zugenommen.

Insgesamt importierte Deutschland im vergangenen Jahr rund 101 Terawattstunden Gas aus den USA – ein Plus von mehr als 60 Prozent gegenüber 2024. Das zeigen offizielle US-Exportdaten, die von der Deutschen Umwelthilfe ausgewertet wurden und über die der „Spiegel“ berichtet.

Mittlerweile stammen rund 96 Prozent aller LNG-Importe, die an deutschen Häfen anlanden, aus den USA. Die Kosten stiegen von 1,9 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 auf nun rund 3,2 Milliarden US-Dollar.

Die Gesamtmenge an Flüssiggas, das über deutsche Terminals ins Gasnetz kam, erhöhte sich von 69 Terawattstunden im Jahr 2023 auf mittlerweile 106 Terawattstunden. Das Terminal Brunsbüttel erreichte mit 84 Prozent die höchste Auslastung, die beiden Terminalschiffe in Wilhelmshaven kamen gemeinsam auf rund 65 Prozent. Das umstrittene Terminal auf Rügen blieb mit 48 Prozent Schlusslicht.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert die Entwicklung scharf. DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner sagte: „Donald Trump nutzt die Gaslieferungen gezielt, um Europa und Deutschland in eine fatale fossile Abhängigkeit zu drängen.“ Die Organisation fordert einen sofortigen Stopp des Terminal-Ausbaus und keine neuen Importverträge für US-Fracking-Gas.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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