Die Kosten für eines der größten Neubauprojekte des Bundestags machen der zuständigen Kommission des Ältestenrats Sorgen.
Die ursprünglich für Januar angesetzten Beratungen über einen Bericht des Bundesamts für Bauwesen und Raumordnung (BBR) wurden auf Ende März verlegt. Die Abgeordneten bräuchten mehr Zeit, um die umfangreichen Dokumente zu prüfen, zitiert der „Spiegel“ aus Kreisen der Kommission für Bau- und Raumangelegenheiten.
Der Neubau Luisenblock Ost 1 in der Nähe des Reichstagsgebäudes in Berlin sollte ursprünglich 893 Millionen Euro kosten. Kürzlich hatte Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour (Grüne) im „Spiegel“ jedoch mitgeteilt, das Vorhaben könnte mehr als eine Milliarde verschlingen. Man müsse „jede sich bietende Einsparmöglichkeit“ umsetzen – ohne Abstriche bei der Funktionsfähigkeit und der Sicherheit zu machen, forderte Nouripour, der Vorsitzender der Baukommission ist. Das Gremium trug dem BBR auf, die Kosten des Projekts zu prüfen und nach Einsparungen zu suchen. Nach „Spiegel“-Informationen stellen einzelne Mitglieder eine Untertunnelung des Neubaus infrage. Dies sei aber mit Sicherheitsfragen abzuwägen, hieß es aus der Kommission. Der Baubeginn ist für 2027 geplant.
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