Dax legt zu: Erholung nach Turbulenzen bleibt fragil – Analystin warnt vor weiteren Risiken

Zum Wochenstart hat der Dax zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.797 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 1,1 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.

„Sah es heute Morgen bei Gold, Silber, Bitcoin und auch im Dax noch nach einer nahtlosen Fortsetzung der Turbulenzen vom Freitag aus, hat sich die Lage im Tagesverlauf quer durch alle Asset-Klassen wieder deutlich beruhigt“, sagte Christine Romar, Head of Europe CMC Markets. „Es sieht danach aus, als wären die vielen spekulativen und damit zittrigen Hände über das Wochenende aus dem Markt geflogen. Diese gesunde Bereinigung in den Edelmetallmärkten hat zunächst auch dem Dax geholfen, sich von seinem 9-Uhr-Eröffnungstief wieder um rund 400 Punkte nach oben zu arbeiten. Doch die Lage bei Gold und Silber bleibt fragil und damit hochtoxisch auch für die Aktienmärkte.“

„Denn dass die Finanzmärkte jetzt bereits wieder zur Tagesordnung übergehen und sich die Volatilität nachhaltig beruhigt, darf eher bezweifelt werden. Die vergangenen Tage haben eindrucksvoll gezeigt, wie anfällig sämtliche Asset-Klassen nach den Diskussionen über eine Blasenbildung bei den US-Technologieaktien, den geopolitischen Chaos-Tagen rund um Grönland, der Fed-Unabhängigkeitsdebatte und nicht zuletzt den erratischen Bewegungen bei den Edelmetallen geworden sind. Bei vielen Anlegern liegen die Nerven immer noch blank und sie dürften lange brauchen, sich von den jüngsten Schocks zu erholen.“

„Jeder noch so kleine Impuls könnte in den kommenden Tagen wieder für plötzlich aufkommende Nervosität sorgen. Und dabei gibt es in dieser Woche nicht nur einige kleine potenzielle Impulsgeber. Mit dem, wenn auch bislang nur kleinen, Shutdown in den USA, der weiter schwelenden Iran-Krise und nicht zuletzt den US-Arbeitsmarktdaten am Freitag existieren auch einige große Unwägbarkeiten, die die Märkte bei entsprechendem Nachrichtenfluss noch einmal richtig durchschütteln könnten. Gleichzeitig bleibt die Bereitschaft der Anleger zu Gewinnmitnahmen bei Aktienindizes immer noch unweit ihrer Rekordstände hoch“, sagte Romar.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagnachmittag schwächer: Ein Euro kostete 1,1807 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8470 Euro zu haben.

Der Goldpreis war stark im Rückwärtsgang, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.688 US-Dollar gezahlt (-4,3 Prozent). Das entspricht einem Preis von 127,65 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 66,06 US-Dollar, das waren 326 Cent oder 4,7 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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