Alice Schwarzer sieht positiven Effekt für Frauen durch mögliche Kanzlerschaft Weidels, kritisiert Baerbock und lobt Merkel

Alice Schwarzer sieht in AfD-Chefin Alice Weidel im Fall einer möglichen Kanzlerschaft einen positiven Effekt für Frauen.

„Es hätte trotz alledem vermutlich auch den Effekt, ermutigend für Frauen zu sein“, sagte sie dem Videoformat „Spitzengespräch“ des „Spiegels“. Zugleich warnte sie jedoch vor einem Erstarken der AfD.

Scharfe Kritik äußerte die Herausgeberin des feministischen Magazins „Emma“ an der Präsidentin der UN-Generalversammlung, Annalena Baerbock (Grüne). Die von der früheren Bundesaußenministerin angekündigte feministische Außenpolitik habe „gar nicht geklappt“, so Schwarzer. „Sie hat an dem Punkt völlig versagt. Sie hat die Frauen im Iran im Stich gelassen, in Afghanistan und so weiter. Ich glaube, sie war da eher eine Meisterin der Worte und nicht der Taten.“

Schwarzer würdigte die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ausdrücklich als Vorbild für junge Frauen. Merkel habe „enorm“ viel bewirkt, „auch wenn sie es gar nicht wollte“. Schwarzer schilderte, wie kurz nach Merkels Amtsantritt Mädchen in ihrem Dorf im Winter keinen Schneemann, sondern eine „Schneemerkel“ bauten. „Mädchen bauen einen Monat, nachdem wir eine Kanzlerin haben, keinen Schneemann, sondern eine Schneemerkel. Das sagt doch schon alles.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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