Grüne kritisieren Dobrindts Sofort-in-Arbeit-Plan für Asylbewerber als widersprüchlich

Die Grünen warnen mit Blick auf den „Sofort-in-Arbeit-Plan“ für Asylbewerber von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) vor einem „Täuschungsmanöver“.

„Der aktuelle Vorstoß von Alexander Dobrindt ist mit Vorsicht zu genießen“, sagte der innenpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion, Marcel Emmerich, der „Rheinischen Post“ (Montagsausgabe). „Entscheidend ist die Frage, ob tatsächlich alle Betroffenen arbeiten dürfen sollen – oder ob erneut große Gruppen ausgeschlossen werden.“

Hinzu komme der offensichtliche Widerspruch zur bisherigen Linie des Ministers, ergänzte Emmerich „Während einerseits über einen erleichterten Arbeitsmarktzugang gesprochen wird, werden andererseits Integrationskurse eingeschränkt, obwohl sie zentral für den Spracherwerb und damit für nachhaltige Integration sind.“ Diese Politik passe „vorne und hinten nicht zusammen“, sagte der Innenexperte.

Laut Dobrindt sollen Asylbewerber künftig bereits nach drei Monaten Aufenthalt in Deutschland arbeiten dürfen, auch wenn ihr Asylverfahren noch nicht abgeschlossen ist. Es soll aber keine Arbeitspflicht geben. „Die neuen Regeln ändern nichts am Ablauf und Ausgang des Asylverfahrens“, so eine Sprecherin des Ministers.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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