RWE-Chef Markus Krebber fordert strategische Gasreserve und kritisiert Füllstandsvorgaben

RWE-Chef Markus Krebber schlägt die Einführung einer strategischen Gasreserve über den Zeitraum von zwei Jahren vor – und stellt die bisherigen Füllstandsvorgaben infrage.

„Füllstandslevel-Vorgaben sind kontraproduktiv für den Markt und machen die Gasversorgung am Ende teurer“, sagte er dem Nachrichtenportal Politico. „Ein passendes Instrument wäre zum Beispiel eine strategische Gasreserve, die nicht in den Markt integriert ist und nur im Notfall angezapft werden darf – so wie bei der nationalen Ölreserve“, sagte Krebber.

Eine solche Reserve muss ihm zufolge aber auch mit genügend Vorlauf geplant werden, um zusätzliche Marktverwerfungen zu vermeiden. „Ich würde die strategische Gasreserve über zwei Jahre einführen, um die Marktpreise im kommenden Sommer nicht zu belasten und die Kosten für die Verbraucher gering zu halten“, sagte Krebber.

Die Kosten für eine solche Reserve hält er für „sehr überschaubar“, wenn es richtig angelegt sei. „Um die Kosten gering zu halten, könnte man zum Beispiel das Vorhalten der strategischen Reserve mit Mindestvorgaben verauktionieren, und den günstigsten Anbieter die Reserve bewirtschaften lassen“, so der RWE-Chef.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Grüne fordern Energiekrisenzahlung und kritisieren Untätigkeit der Bundesregierung beim Energiesparen

    Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge hat in der Debatte um weitere Entlastungen eine Energiekrisenzahlung vorgeschlagen.„Wir Grünen schlagen vor: eine Energiekrisenzahlung von 100 Euro pro Person“, sagte sie den Sendern RTL und ntv.…

    Starkes Seebeben der Stärke vor Japans Ostküste

    Vor der japanischen Ostküste hat sich am Montag ein starkes Seebeben ereignet. Geologen gaben zunächst eine Stärke von 7,4 bis 7,6 an. Diese Werte werden oft später korrigiert.Das Beben ereignete…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert