Burda-Chef Al-Hames fordert Digitalsteuer

Der neue Verwaltungsratschef von Hubert Burda Media, Marc Al-Hames, fordert die Einführung einer Digitalsteuer. „Ich würde über eine Digitalsteuer nachdenken, und das Geld in aggressives Wachstum von Technologieunternehmen in Europa investieren“, sagte Al-Hames dem „Handelsblatt“ (Freitagsausgabe).

Damit könnten sich europäische Unternehmen mittelfristig unabhängiger von digitalen Hyperscalern aus den USA machen und größere Investitionen stemmen. Dafür brauche es auch neue unternehmerische Freiheiten in Deutschland. „Wir brauchen eine andere Kapitalallokation. Investitionszusagen von 110 Milliarden Dollar in einer Finanzierungsrunde, wie bei Open AI, kann heute vermutlich kein einziges Unternehmen in Europa tragen“, sagte Al-Hames.

Al-Hames hat Anfang des Jahres den Vorsitz des Verwaltungsrates bei Hubert Burda Media übernommen. Gemeinsam mit den Erben von Hubert Burda, Jacob Burda und Elisabeth Burda Furtwängler, soll er nun eine Zukunftsstrategie für den Konzern entwickeln. Burda erwirtschaftete 2024 rund 2,7 Milliarden Euro Umsatz. Zu den bekanntesten journalistischen Marken zählen „Focus“ und „Bunte“, im Beteiligungsgeschäft ist Burda mit „Holiday Check“ und „Xing“ aktiv.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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