Union reagiert zurückhaltend auf SPD-Beschluss zu AfD-Verbotsverfahren

Die Union hat zurückhaltend auf den SPD-Parteitagsbeschluss für die Vorbereitung eines AfD-Verbotsverfahrens reagiert. „Die bisherigen Erkenntnisse jedenfalls reichen dafür nicht“, sagte der erste parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Steffen Bilger, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagsausgaben). „Spätestens nach dem Compact-Urteil des Bundesverwaltungsgerichts muss zudem jedem klar sein, welche hohen rechtlichen Hürden ein Verbotsverfahren hätte.“

Ein vom Bundesinnenministerium ausgesprochenes Verbot des „Compact“-Magazins hatte das Bundesverwaltungsgericht kürzlich aufgehoben. Die SPD beschloss am Sonntag auf ihrem Parteitag in Berlin, dass ein AfD-Verbotsverfahren vorbereitet werden solle.

„Wir sind uns mit der SPD einig, dass wir möglichst viele der zehn Millionen AfD-Wähler wieder für die politische Mitte gewinnen wollen, indem wir konkrete Probleme lösen“, sagte Bilger. „Denn Frust lässt sich nicht verbieten.“ Alles Weitere solle in der Koalition besprochen werden.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    US-Börsen legen zu: Dow Jones steigt um 0,7 Prozent

    Die US-Börsen haben am Dienstag zugelegt. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 49.298 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,7 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.Wenige…

    Goldman Sachs und PGIM: US-Finanzriesen entdecken deutsche Reihen- und Einfamilienhäuser als Anlageobjekt

    Große US-Investoren betreten erstmals den deutschen Markt für Reihen- und Einfamilienhäuser. Das berichtet das „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe).Nachdem Goldman Sachs im vergangenen Jahr gemeinsam mit einem kanadischen Pensionsfonds ein Paket von 491…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert