DAX gewinnt leicht – Analysten sehen Hoffnung auf Deeskalation im Iran-Konflikt

Der Dax hat am Dienstag nach einem verhaltenen Start bis zum Mittag etwas zugelegt. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 23.225 Punkten berechnet, 0,2 Prozent über dem Schlussniveau vom vorherigen Handelstag. An der Spitze der Kursliste rangierten BASF, FMC und Brenntag, am Ende Heidelberg Materials, Rheinmetall und Qiagen.

Im Fokus der Anleger steht weiterhin der Iran-Krieg. „Nach Gerüchten um eine erneute Verlängerung des Ultimatums, den Verhandlungsbemühungen von fünf befreundeten Staaten und acht beteiligten Geheimdiensten hat sich die Stimmung auf dem Börsenparkett wieder etwas aufgehellt“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. „Die Anleger gehen nun davon aus, dass es zumindest mittelfristig zu einem Waffenstillstand im Nahen Osten kommen könnte.“

„Die europäischen Einkaufsmanagerindizes spiegeln derzeit die Unsicherheit und die gestiegenen Energiepreise wider“, fügte Lipkow hinzu. So lagen die meisten erhobenen Daten leicht unter dem Erwartungshorizont. Der Einkaufsmanagerindex für Italien ist sogar unter die Marke von 50 gerutscht. „Die makroökonomischen Daten spielen derzeit jedoch eher die zweite Geige und werden nur als Randnotizen wahrgenommen. Zu stark sind die Auswirkungen der Wendungen und Regungen rund um den Iran-Krieg“, so der Marktanalyst.

Gesucht seien derzeit die zyklischen Unternehmen mit Blick auf die sich beruhigenden Rohölpreise durch eine mögliche Deeskalation in der Straße von Hormus. Auch die US-Aktienindizes notieren vorbörslich leicht im Plus und deuten eine festere Handelseröffnung in New York an.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagnachmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1548 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8660 Euro zu haben.

Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 109,20 US-Dollar; das waren 57 Cent oder 0,5 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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