Röwekamp (CDU) kritisiert Trumps Iran-Drohungen als strategielos und fordert Ende der Kampfhandlungen

Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Deutschen Bundestag, Thomas Röwekamp (CDU), sieht in Trumps Drohung, Brücken im Iran zu bombardieren, keine nachvollziehbare militärische Strategie. „Zumindest können wir dahinter keine Strategie erkennen“, sagte Röwekamp dem TV-Sender „Welt“ am Dienstag.

„Die Situation ist unabgesprochen in der Nato, unabgesprochen auch mit uns als Partner. Wir werben als deutsche Bundesregierung sehr intensiv darum, dass diese Kampfhandlungen eingestellt werden und es möglichst schnell zu einer Vereinbarung kommt“, erklärte der CDU-Politiker. „Klar ist aber auch: Der Iran muss daran mitwirken. Insbesondere muss sichergestellt sein, dass künftige militärische Angriffe – sei es aus dem Iran selbst oder über seine Proxys, insbesondere auf Israel – sowie eine Bedrohungslage auch in Europa aufgegeben werden.“

An einen Austritt der USA aus der Nato, wie von Trump mehrfach angedroht, glaubt Röwekamp nicht. „So einfach geht das ja nicht, einfach aus der Nato auszutreten“, sagte er. Das gehe auch für einen US-Präsidenten nicht. „Und wir sind diese Rhetorik ja schon aus den letzten Wochen und Monaten gewohnt.“

Das eine sei die Rhetorik des Präsidenten, das andere die wechselseitigen Bündnisverpflichtungen, sagte Röwekamp mit Blick auf die Debatte um Grönland. „Und dazu haben wir feste Vereinbarungen getroffen. Ich habe keinen Zweifel, dass die USA sich auch in Zukunft an die getroffenen Vereinbarungen innerhalb der Nato halten werden.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Brandbrief an Arbeitsminister Schweitzer: CDU-Wirtschaftsrat pocht auf Abschaffung der „Rente mit 63“

    Der Wirtschaftsrat der CDU hat Bundesarbeitsminister Alexander Schweitzer (SPD) in einem Brandbrief zur Abschaffung der „Rente mit 63“ aufgefordert. Das berichtet die „Bild“ unter Berufung auf ein zweiseitiges Schreiben von…

    Elterngeld bleibt bei 14 Monaten – 4-6-4-Modell und höhere Beträge geplant

    Das Elterngeld soll nach Plänen von Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) nun doch nicht auf zwölf Monate abgesenkt, sondern weiterhin für 14 Monate ausbezahlt werden. Das berichtet das ARD-Hauptstadtstudio unter Berufung…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert