DAX steigt trotz geopolitischer Spannungen – Anleger warten auf US-Daten

Der Dax hat sich am Freitag nach einem zurückhaltenden Start in den Handelstag bis zum Mittag ins Plus bewegt. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 23.975 Punkten berechnet, 0,7 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag.

Profitieren konnten unter anderem die Aktien von Heidelberg Materials, Siemens und Infineon. In den roten Bereich rutschten nach der leichten Entspannung im Iran-Krieg vor allem die Papiere des Rüstungskonzerns Rheinmetall.

„Die Anleger befinden sich weiter in einer Pattsituation“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. Einerseits bleibe die Situation im Nahen Osten unübersichtlich, andererseits bewegten sich einige Aktien von Unternehmen auf sehr interessanten Kursniveaus.

„Auch das Handelsvolumen im Gesamtmarkt nimmt seit einigen Tagen wieder ab und deutet auf eine abwartende Haltung bei den Investoren hin. Das Sentiment wurde zuletzt ausschließlich durch den Iran-Krieg und die damit einhergehend stark angestiegenen Energiepreise eingetrübt.“

„Im Vorfeld des Konflikts hatte sich eine erkennbare Bodenbildung in der deutschen Konjunktur aufgezeigt und eine potenzielle Trendwende angedeutet. Nun muss diese wirtschaftliche Bewegung infragegestellt werden, weil bislang nicht vollends klar ist, wie sich die jüngsten Ereignisse auf die Inflation und das Konsumverhalten auswirken. Erste Antworten darauf könnten die anstehenden makroökonomischen Daten aus den USA heute Nachmittag geben“, sagte Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagnachmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1709 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8540 Euro zu haben.

Der Goldpreis zeigte sich schwächer, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.753 US-Dollar gezahlt (-0,2 Prozent). Das entspricht einem Preis von 130,50 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagnachmittag gegen 12 Uhr deutscher Zeit 96,84 US-Dollar, das waren 92 Cent oder 1,0 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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