DAX im Minus: Geopolitische Spannungen und Energiepreise belasten den deutschen Leitindex

Der Dax hat sich am Montag nach einem bereits schwachen Start bis zum Mittag weiter im roten Bereich bewegt. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 23.570 Punkten berechnet, 1,0 Prozent unter dem Schlussniveau vom vorherigen Handelstag. An der Spitze der Kursliste rangierten Rheinmetall, RWE und Eon, am Ende Continental, die Deutsche Telekom und Siemens Energy.

„Die Situation im Iran und der Straße von Hormus bleibt weiterhin schwierig“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. Die Waffenruhe scheine zwar offiziell weiter Bestand zu haben, doch dies könnte sich schnell ändern, sollte es zu der angekündigten Seeblockade seitens der USA gegen den Iran kommen. „Es findet derzeit ein beiderseitiges Abtasten statt, um auszuloten, wie weit die jeweilige Partei gehen kann.“

„Die Investoren beobachten diesen Vorgang, fokussieren sich aber zugleich auf die beginnende Berichtssaison“, so der Marktexperte. „Heute werden bereits Quartalszahlen von der US-Investmentbank Goldman Sachs erwartet. Die Ergebnisse der Finanzinstitute werden eine hohe Beachtung finden, da diese gute Einblicke in den Zustand der US-Wirtschaft liefern.“ Zum einen dürfte ihre Ertragslage ausgewertet werden, zum anderen die Rückstellungen wegen potenzieller Marktrisiken.

Für den Dax bleibe unterdessen das Niveau der Energiepreise ein primärer Faktor. „Die hohe Abhängigkeit der deutschen Industrie von Erdölexporten wird Bremsspuren in den Bilanzen der Unternehmen hinterlassen“, so Lipkow. „In diesem Marktumfeld kommen die angekündigten Warnstreiks bei der Lufthansa überhaupt nicht gut an.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1686 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8557 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 102,50 US-Dollar; das waren 7,7 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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