Merz will maritime Wirtschaft mit Infrastruktur-Zukunftsgesetz stärken

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will die maritime Wirtschaft in Deutschland stärken. „Deutschland hat alle Voraussetzungen, um eine führende maritime Nation im 21. Jahrhundert zu sein“, sagte er am Mittwoch auf der Nationalen Maritimen Konferenz in Emden. Dazu habe man auf Bundes- und auf Landesebene, bei den Unternehmen und bei Mitarbeitern Ambitionen.

Für eine Industrie- und Handelsnation wie Deutschland sei „maritime Sicherheit überhaupt die Voraussetzung für eine erfolgreiche Volkswirtschaft“, sagte Merz mit Blick auf die Lage in der Straße von Hormus. Zugleich mahnte er, Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit seien zwei Seiten einer Medaille.

Nicht das fehlende Geld sei das größte Problem, sondern zu lange Verfahrenswege und Genehmigungsverfahren, so Merz. Er pochte daher auf einen baldigen Beschluss des sogenannten „Infrastruktur-Zukunftsgesetz“ durch den Bundestag. Man habe es bereits vor Monaten im Bundeskabinett verabschiedet. Das Gesetz diene dem Zweck, „Verfahren zu beschleunigen und den Ausbau der Straßen, der Bahnlinien und der Wasserwege so zu gestalten, dass deren Ausbau gegenüber allen anderen öffentlichen Belangen ein überragendes öffentliches Interesse bekommt“, sagte der Kanzler. Er wolle an die Kollegen „in beiden Bundestagsfraktionen appellieren, dieses Gesetz im Deutschen Bundestag jetzt schnell und zügig zu verabschieden“.

Das „Infrastruktur-Zukunftsgesetz“ steht in der Kritik, weil der unmittelbare Naturschutzausgleich für Infrastrukturprojekte damit wegfallen würde und die Klagerechte von Umweltverbänden deutlich eingeschränkt würden. Die Koalition plant daher als ausgleichendes Gegenstück ein „Naturflächenbedarfsgesetz“. Dagegen hat jedoch Berichten zufolge das Kanzleramt Vorbehalte eingelegt.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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