US-Börsen uneinheitlich – Fed hält Leitzins stabil

Die US-Börsen haben sich am Mittwoch uneinheitlich gezeigt. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 48.862 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,6 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.

Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 7.136 Punkten wenige Punkte im Minus, die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 27.187 Punkten 0,6 Prozent im Plus.

Die US-Zentralbank Federal Reserve hat bei ihrer Sitzung am Mittwoch den Leitzins unverändert gelassen. So gespalten wie bei dieser Entscheidung waren die Mitglieder des Offenmarktausschusses zuletzt 1992. Bei der Prüfung des Umfangs und des Zeitpunkts weiterer Anpassungen werde der Ausschuss die eingehenden Daten, die sich abzeichnenden Aussichten und die Risikobilanz sorgfältig bewerten, heißt es in der Erklärung der Ausschussmehrheit. Drei Mitglieder stießen sich an der Formulierung, weil sie eine Tendenz zur Lockerung enthalte. Hintergrund ist das gestiegene Inflationsrisiko durch die Ölkrise. Einem Notenbanker ging es hingegen mit der Lockerung nicht schnell genug, er plädierte für eine Leitzinssenkung.

Derweil billigte der zuständige Senatsausschuss den Kandidaten von US-Präsident Donald Tump für die Nachfolge von Jerome Powell als Chef der Zentralbank. Damit ist nur noch die Zustimmung des Plenums des Senats nötig, damit Kevin Warsh Mitte Mai neuer Fed-Chef werden kann.

Powell erklärte am Abend, dass er als Gouverneur im Vorstand der Notenbank bleiben wolle. Er sehe keine andere Wahl, als angesichts einer Reihe von rechtlichen Angriffen auf die Federal Reserve im Amt zu bleiben. „Diese rechtlichen Schritte der Regierung sind in unserer 113-jährigen Geschichte beispiellos“, sagte Powell. „Ich befürchte, dass diese Angriffe die Institution erschüttern und das gefährden, was für die Öffentlichkeit wirklich zählt, nämlich die Fähigkeit, Geldpolitik zu betreiben, ohne politische Faktoren zu berücksichtigen.“

Der Ölpreis stieg unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 119,80 US-Dollar, das waren 7,6 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags. Hintergrund sind Berichte, wonach US-Präsident Donald Trump eine Verlängerung der Iran-Blockade um mehrere Monate für möglich hält.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochabend schwächer: Ein Euro kostete 1,1677 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8564 Euro zu haben.

Der Goldpreis ließ deutlich nach, am Abend wurden für eine Feinunze 4.546 US-Dollar gezahlt (-1,1 Prozent). Das entspricht einem Preis von 125,17 Euro pro Gramm.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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