Bertelsmann-Studie: Gezielte Subventionen senken AfD-Stimmanteile

Subventionen könnten laut einer Studie gezielt eingesetzt werden, um den Stimmenanteil der AfD zu senken. In bestimmten Regionen führe ein Anstieg der Infrastrukturförderung um 100 Euro pro Einwohner zu rund 1,0 Prozentpunkten weniger AfD-Stimmanteil, so das Ergebnis einer Analyse der Bertelsmann-Stiftung und der Universitäten Düsseldorf, Princeton und Davis in Kalifornien.

Demnach gibt es diesen Effekt aber hauptsächlich in Kreisen mit einem hohen Anteil von Beschäftigten, die in CO2-intensiven Branchen wie Stahl oder Chemie tätig sind oder CO2-intensive Produkte wie Verbrennungsmotoren bauen. „Es muss bei den Menschen der Eindruck entstehen, dass vor Ort etwas Neues entsteht, wenn etwas anderes wegbricht“, sagte der Düsseldorfer Ökonom Jens Südekum, einer der Autoren, dem „Spiegel“.

Regionale Wirtschaftsförderung solle seiner Ansicht nach nicht nur strukturschwache Regionen in den Fokus nehmen, sondern auch solche, denen es noch gut geht, wo aber Abstiegsängste herrschen. Wirtschaftsförderung sei „das wirksamste Mittel gegen die AfD“, sagte Südekum.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    EU und Philippinen erzielen weitgehende Einigung bei Freihandelsabkommen

    Die Europäische Union und die Philippinen haben eine „weitgehende Einigung“ in ihren Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen erzielt. Das teilte die EU-Kommission am Dienstag mit.Ziel des Abkommens ist es demnach, die…

    Evonik baut 3.200 Stellen ab: 2.150 Jobs in Deutschland betroffen

    Der Chemiekonzern Evonik hat den Abbau von Tausenden Stellen in den kommenden Jahren angekündigt. Im Rahmen eines Umbauprogramms würden weltweit 3.200 Stellen abgebaut, rund 2.150 davon in Deutschland, teilte das…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert