Bertelsmann-Studie: Gezielte Subventionen senken AfD-Stimmanteile

Subventionen könnten laut einer Studie gezielt eingesetzt werden, um den Stimmenanteil der AfD zu senken. In bestimmten Regionen führe ein Anstieg der Infrastrukturförderung um 100 Euro pro Einwohner zu rund 1,0 Prozentpunkten weniger AfD-Stimmanteil, so das Ergebnis einer Analyse der Bertelsmann-Stiftung und der Universitäten Düsseldorf, Princeton und Davis in Kalifornien.

Demnach gibt es diesen Effekt aber hauptsächlich in Kreisen mit einem hohen Anteil von Beschäftigten, die in CO2-intensiven Branchen wie Stahl oder Chemie tätig sind oder CO2-intensive Produkte wie Verbrennungsmotoren bauen. „Es muss bei den Menschen der Eindruck entstehen, dass vor Ort etwas Neues entsteht, wenn etwas anderes wegbricht“, sagte der Düsseldorfer Ökonom Jens Südekum, einer der Autoren, dem „Spiegel“.

Regionale Wirtschaftsförderung solle seiner Ansicht nach nicht nur strukturschwache Regionen in den Fokus nehmen, sondern auch solche, denen es noch gut geht, wo aber Abstiegsängste herrschen. Wirtschaftsförderung sei „das wirksamste Mittel gegen die AfD“, sagte Südekum.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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