Goldman Sachs und PGIM: US-Finanzriesen entdecken deutsche Reihen- und Einfamilienhäuser als Anlageobjekt

Große US-Investoren betreten erstmals den deutschen Markt für Reihen- und Einfamilienhäuser. Das berichtet das „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe).

Nachdem Goldman Sachs im vergangenen Jahr gemeinsam mit einem kanadischen Pensionsfonds ein Paket von 491 Reihenhäusern übernommen hat, fasst nun auch der US-Vermögensverwalter PGIM einen Einstieg in das Segment ins Auge. „Wir analysieren konkret den Markt für den Neubau von deutschen Reihenhäusern“, sagte Europachef Sebastiano Ferrante dem „Handelsblatt“.

PGIM, Teil des US-Versicherers Prudential Financial, setze dabei nicht auf Weiterverkauf, sondern auf Vermietung. In den Speckgürteln großer Städte sieht das Unternehmen Chancen, da dort Reihenhäuser in serieller Bauweise für 1.900 bis 2.000 Euro pro Quadratmeter errichtet und anschließend für 17 bis 18 Euro pro Quadratmeter vermietet werden könnten. Mit monatlichen Gesamtmieten von rund 1.700 bis 1.800 Euro seien solche Angebote für Familien noch erschwinglich, so Ferrante.

Der Vorstoß markiert eine Zäsur im deutschen Immobilienmarkt, in dem institutionelle Investoren bislang kaum im Einfamilienhausbereich aktiv waren. Hintergrund ist ein schwacher Transaktionsmarkt: Bauträger benötigen Vorverkäufe für Finanzierungen, die Großinvestoren nun teilweise garantieren – im Gegenzug für günstigere Einstiegspreise.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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