THW-Präsidentin Lackner: Klimawandel lässt Waldbrandgefahr steigen – besondere Risiken auf alten Truppenübungsplätzen

Die Präsidentin des Technischen Hilfswerks (THW), Sabine Lackner, hat angesichts des Klimawandels vor einer wachsenden Waldbrandgefahr gewarnt.

„Klimawandelbedingte Extremwettereignisse nehmen zu, also starke Dürren, starke Überschwemmungen“, sagte sie dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Freitagausgaben).

Durch den sich abschwächenden Jetstream blieben bestimmte Lagen stehen, so Lackner. Dadurch entstehe auch sehr schnell eine Waldbrandgefahr. Der Jetstream, der früher für einen mehr oder weniger regelmäßigen Wechsel der Wetterlagen sorgte, wird angetrieben durch die Temperaturunterschiede zwischen dem Äquator und den Polen. Da diese nachlassen, schwächt sich auch der Jetstream ab.

Lackner fügte hinzu, das THW komme bei Waldbränden verstärkt in den Einsatz. „Unsere Spezialität ist es, Schneisen zu schlagen, damit ein Feuer nicht weiter übergreifen kann, oder das Heranführen von Wasser über lange Strecken. Das hat zugenommen“, sagte sie. „In den letzten Jahren waren wir bei jeder größeren Lage dabei.“

Eine besondere Gefahr entstehe auf ehemaligen oder noch existierenden Truppenübungsplätzen. „Wo Munition gelagert wird, da nehmen die Gefahren zu“, sagte die THW-Chefin. Man könne sich dem Brandherd nicht gut nähern, weil man nicht wisse, wo noch Munition lagere. Zudem entwickelten sich Schadstoffe. Das sei ein wachsendes Problem.

Brände hatte es in den letzten Jahren auf den ehemaligen Truppenübungsplätzen Jüterbog (Brandenburg) und Gohrischheide (Sachsen) sowie auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle 91 in Meppen (Niedersachsen) gegeben.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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