Sondervermögen Infrastruktur: 30 Milliarden Euro Tilgung belasten künftige Haushalte

Das von der schwarz-roten Koalition aufgelegte Sondervermögen für Infrastruktur im Umfang von 500 Milliarden Euro schränkt die Finanzierungsspielräume künftiger Regierungen erheblich ein.

Von 2037 an, spätestens ab 2044, werden jährlich 16 Milliarden Euro an Tilgungszahlungen fällig, wie der „Spiegel“ unter Berufung auf Berechnungen des Bundesfinanzministeriums (BMF) berichtet. Grund dafür ist, dass der Gesetzentwurf für die Errichtung des Nebenhaushalts eine Rückzahlungspflicht für die aufgenommenen Kredite vorsieht, ähnlich wie beim Sondervermögen für die Bundeswehr und den Notlagenkrediten aus der Coronapandemie.

Für diese beiden Posten beginnt die Tilgung nach Planung des BMF bereits 2028 und erstreckt sich über 31 Jahre. Die Tilgungsrate dafür beträgt 14 Milliarden Euro im Jahr. Wenn später die Rückzahlung der Schulden aus den Verbindlichkeiten des Sondervermögens Infrastruktur hinzukommt, muss der Bund insgesamt 30 Milliarden Euro jährlich für die Tilgung von Altschulden aufbringen.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Hubig fordert strengere Altersgrenzen für soziale Medien noch 2026

    Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) hat die Debatte um Altersgrenzen für die Nutzung sozialer Medien begrüßt und strengere Regeln noch in diesem Jahr gefordert.Der „Rheinischen Post“ sagte Hubig: „Der Staat muss…

    Zahl wehrfähiger ukrainischer Männer in Deutschland deutlich gestiegen

    Während in der Ukraine weiterhin Krieg herrscht, ist die Zahl ukrainischer Männer im Alter zwischen 18 und 63 Jahren in Deutschland binnen eines Jahres deutlich gestiegen.Nach Daten des Ausländerzentralregisters (AZR),…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert