Dax bleibt unter 25.100 Punkten: Nahost-Konflikt belastet den Leitindex

Der Dax hat sich am Donnerstag nach einem bereits verhaltenen Start in den Handelstag bis zum Mittag weiter knapp im roten Bereich bewegt. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.090 Punkten berechnet, 0,3 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Rheinmetall, Infineon und Adidas, am Ende Bayer, Fresenius und Siemens Energy.

„Die Anleger in Frankfurt bleiben mit Blick auf Nahost in Lauerstellung und bauen trotz der wiederaufflackernden Angriffe auf ein konstruktives Verhandlungsergebnis zwischen den USA und dem Iran“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. Das Handelsvolumen dünne sich dadurch weiterhin aus und die Kursschwankungen nehmen ab. „Es zeichnen sich in einzelnen Sektoren und Branchen Tendenzen für Gewinnmitnahmen ab, die teilweise wieder in andere Sektoren reinvestiert werden.“

„Die Branchenrotation hält den Dax in einer stabilen Seitenlage oberhalb der 25.000er-Marke“, so Lipkow. „Gesucht sind heute explizit Rüstungsaktien, die in den vergangenen Monaten mit den wachsenden Friedenshoffnungen einen schweren Stand hatten.“ Gehalten werde der Dax insbesondere durch die Kursgewinne der drei Dax-Schwergewichte SAP, Airbus und Rheinmetall.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1614 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8610 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 95,90 US-Dollar; das waren 1,7 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Eingefrorene russische Guthaben: Ex-Politiker fordern Übertragung an die EU für Ukraine-Kredit

    Drei frühere Regierungspolitiker aus den USA, Deutschland und Frankreich fordern, die in Europa eingefrorenen Guthaben der russischen Zentralbank aus der Obhut privater Wertpapierverwahrer herauszulösen und der EU zu übertragen. Dann…

    Tierärztekammer und Tierschutzbund fordern bundesweite Kastrationspflicht für Freigängerkatzen

    Die Bundestierärztekammer (BTK) fordert eine bundesweite Kastrationspflicht für Katzen. „Freilebende Katzenpopulationen sind in Deutschland seit vielen Jahren ein erhebliches Tierschutzproblem“, sagte BTK-Präsident Holger Vogel der „Rheinischen Post“. Ein wesentlicher Faktor…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert