OHB-Chef Marco Fuchs sieht Raumfahrtbranche am Beginn einer „Goldgräberzeit“

Der Chef und Eigentümer des Bremer Satelliten-Produzenten OHB, Marco Fuchs, erlebt die Raumfahrtindustrie gerade am Beginn einer „Goldgräberzeit“.

„Da kommen jetzt erstmals ein paar wichtige Sachen zusammen“, sagte er dem Nachrichtenmagazin Focus. „Über Fragen etwa des Klima-Monitorings ist schon früh verstanden worden, wie nützlich Satelliten und die Erdbeobachtung von oben sind. Da obendrauf kommen nun noch Themen wie Sicherheit, Militär, Resilienz“, so Fuchs. „Der alte Glaube, die Amerikaner würden uns das schon abnehmen, hat zuletzt doch sehr gelitten. Also macht man sich mittlerweile auch auf europäischer Ebene auf den Weg. Das Geschäft entdecken zudem auch private Investoren.“

Besonderen Rückenwind bekomme die Branche durch den bevorstehenden Börsengang von Elon Musks SpaceX. Das US-Raketenbauer sei „eindeutig das führende Raumfahrtunternehmen unserer Zeit – und dominiert ja schon seit Jahren das Geschäft rund und den Weltraum“. Der IPO der Amerikaner werde „die ganze Branche befeuern, zumal Musk sowieso nie nur sein eigenes Unternehmen beflügelt hat“, so Fuchs, der auch mit seinem eigenen Familienunternehmen OHB weiter wachsen will. „Wir sind das einzige Pure-Play-Space-Unternehmen unter den großen Raumfahrtsystemhäusern in Europa“, sagte Fuchs und bekräftigte: „Wir wollen die Nummer eins in Europa werden – und da ein Allrounder: Satelliten, Raketen, Bodenanlagen und Downstream-Dienste…“ Auch der Börsenwert der Bremer OHB ist zuletzt stark angestiegen – auf aktuell über zehn Milliarden Euro.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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