Die Zahl der Lebendgeburten in Sachsen-Anhalt ist im vergangenen Jahr auf ein neues Allzeittief seit der Wiedervereinigung gesunken. Wie das Statistische Landesamt mitteilte, kamen 2025 insgesamt 11.978 Kinder lebend zur Welt, das sind 548 oder 4,4 Prozent weniger als im Vorjahr.
Damit setzte sich der Geburtenrückgang im neunten Jahr in Folge fort.
Gleichzeitig stieg die Zahl der Sterbefälle im Vergleich zu 2024 um 660 auf 34.865 Personen an, ein Plus von 1,9 Prozent. Das Geburtendefizit, also die Differenz zwischen Lebendgeborenen und Gestorbenen, erhöhte sich dadurch um 1.208 auf 22.887 Personen.
Dies ist der höchste Wert, der seit 1990 für Sachsen-Anhalt berechnet wurde.
Regional entwickelten sich die Zahlen unterschiedlich. Während in der Landeshauptstadt Magdeburg ein Geburtenanstieg um 5,9 Prozent auf 1.682 Lebendgeburten verzeichnet wurde, verbuchten alle anderen 13 kreisfreien Städte und Landkreise Rückgänge.
Die stärksten Einbußen gab es im Burgenlandkreis mit minus 11,4 Prozent, im Landkreis Wittenberg mit minus 9,6 Prozent und im Landkreis Harz mit minus 7,9 Prozent. Bei den Sterbefällen verzeichnete Dessau-Roßlau den größten Rückgang um 4,2 Prozent, während der Landkreis Wittenberg mit einem Plus von 10,7 Prozent den stärksten Anstieg meldete.
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