Verdi-Chef Werneke verteidigt Buhrufe gegen Merz auf DGB-Kongress: „Er hat am Saal vorbeigeredet“

Der Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Werneke, verteidigt das Verhalten der Delegierten des DGB-Kongresses gegenüber dem Kanzler. „Der Kanzler hat inhaltlich und im Stil komplett am Saal vorbeigeredet“, sagte Werneke dem „Handelsblatt“. Hunderte von Gewerkschaftern hatten Friedrich Merz während seiner Rede auf dem DGB-Kongress ausgebuht, gepfiffen und gelacht.

„Da saßen Krankenpflegerinnen, Busfahrer oder Menschen aus der Industrie, deren Jobs gerade bedroht sind. Er hat nicht einmal versucht, eine Brücke zu deren Lebenswirklichkeit zu schlagen“, kritisierte der Verdi-Chef. Gemessen daran hätten die Delegierten die Rede fast die ganze Zeit höflich ertragen.

Es gab an zwei Stellen Unmutsbekundungen: bei den Themen Rente und Gesundheitsreform. „Da gibt es aber nichts zu entschuldigen, das muss der Kanzler abkönnen“, sagte Werneke.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Deutschland erzielt niedrigstes Abfallaufkommen seit 2009

    Im Jahr 2024 sind in Deutschland insgesamt 362,7 Millionen Tonnen Abfälle entstanden. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag mitteilte, sank das Abfallaufkommen damit um 17,4 Millionen Tonnen oder 4,6…

    Deutscher Einzelhandel: Umsatz im April real leicht gesunken, Tankstellen stark betroffen

    Der Umsatz der Einzelhandelsunternehmen in Deutschland ist im April 2026 gegenüber März 2026 kalender- und saisonbereinigt real um 0,3 Prozent gesunken und nominal um 0,3 Prozent gestiegen. Das teilte das…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert