Uniper-Betriebsrat kündigt Widerstand gegen Verkauf an strategischen Investor an

Der Betriebsrat von Uniper kündigt Widerstand gegen einen Verkauf des Gaskonzerns an einen strategischen Investor an.

Martin Geilhorn, Gesamtbetriebsratschef von Uniper, sagte dem „Handelsblatt“, die Arbeitnehmerseite habe gegenüber dem Bundesfinanzministerium, das den Verkauf durchführen lässt, seine Position schriftlich mitgeteilt. Mit Blick auf den Börsengang (Initial Public Offering, kurz IPO) sagte er: „Ein IPO wird von uns positiv begleitet.“ Er sprach jedoch eine Warnung aus: „Sollten die Verantwortlichen im Ministerium jedoch die Unabhängigkeit von Uniper opfern und an einen strategischen Investor verkaufen wollen, stößt das auf unseren vehementen Widerstand.“

In Richtung möglicher Käufer schob Geilhorn nach: „Jedem potenziellen Erwerber sagen wir klipp und klar: Wir erachten dies als feindlichen Akt gegen die Interessen der Beschäftigten.“ Uniper sei strategisch wichtig für Deutschland. „Wir erwarten, dass das Finanzministerium nicht erneut einen fatalen Fehler wie bei der Commerzbank wiederholt. Wir werden uns vehement wehren.“

Das „Handelsblatt“ hatte am Dienstag berichtet, dass zahlreiche strategische Bieter in den Verkaufsprozess für den Gaskonzern einsteigen. So hat der schwedische Konzern Vattenfall dem „Handelsblatt“ sein Interesse an den Beteiligungen von Uniper an Atom- und Wasserkraftwerken in Schweden bestätigt. Ebenso prüft der norwegische Gasproduzent Equinor nach Informationen des „Handelsblatts“ ein Angebot.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Hitzeschutz: Kommunen unterstützen Grundgesetz-Änderung

    Der Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Ralph Spiegler (SPD), hat den Vorstoß von Umweltminister Carsten Schneider (SPD) begrüßt, wonach künftig auch der Bund für Hitzeschutz zuständig sein soll.Spiegler sagte…

    Militärexperte: Chance auf Ukraine-Waffenstillstand so hoch wie nie

    Die Möglichkeit eines Waffenstillstands in der Ukraine im kommenden Herbst oder Winter ist nach Einschätzung des österreichischen Militärexperten Markus Reisner so groß wie niemals zuvor seit Kriegsbeginn. Das sagte er…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert