Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen sieben Angeschuldigte erhoben, die im Rahmen eines Schneeballsystems namens „Freundschaftsleasing“ einen Millionenschaden verursacht haben sollen. Das teilte die Behörde am Donnerstag mit.
Den Beschuldigten wird banden- und gewerbsmäßiger Betrug in 87 Fällen vorgeworfen.
Der Hauptbeschuldigte befindet sich in Untersuchungshaft. Das Geschäftsmodell sah vor, Interessenten angeblich kostenlose Leasingfahrzeuge zu vermitteln.
Tatsächlich wurden jedoch durch Bankkredite finanzierte Fahrzeugkäufe abgeschlossen. Die Erwerber sollten zwei hochpreisige Fahrzeuge kaufen und bei zwei verschiedenen Banken finanzieren, um eines davon angeblich kostenlos nutzen zu können.
Die Firma des Hauptbeschuldigten schloss mit den Erwerbern Verträge zur Übernahme der Kreditraten, was den Banken verschwiegen wurde.
Die Kaufpreise für die Fahrzeuge waren deutlich überhöht, teilweise wurden Schrottfahrzeuge nach einem Totalschaden als fahrbereit verkauft. Im Zeitraum von August 2020 bis August 2023 wurden Kreditverträge über mehr als 8 Millionen Euro abgeschlossen.
Das Landgericht Leipzig muss nun über die Zulassung der Anklage entscheiden.
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