Der Landkreis Harz hat mitgeteilt, dass Teile seines Gebiets in den 150 Kilometer großen Schutzradius um einen Ausbruch der Blauzungenkrankheit (BTV-8) in Hessen fallen. Betroffen sind demnach Teile der Gemeinden Wernigerode, Oberharz am Brocken, Thale und Harzgerode.
Der Ausbruch wurde am 1. Juni in einem Rinderhaltungsbetrieb in Ehrenberg (Rhön) im Landkreis Fulda festgestellt.
Da der neue BTV8-FRA2023-Stamm bei empfänglichen Tieren, insbesondere bei Schafen und Rindern, deutliche klinische Symptome hervorruft, wird eine Impfung empfohlen. Zu den Symptomen bei Schafen zählen erhöhte Körpertemperatur, Apathie und Absonderung von der Herde.
Die Maulschleimhäute schwellen an, es kommt zu vermehrtem Speichelfluss und Schaumbildung vor dem Maul. Die Zunge schwillt an und kann aus dem Maul hängen.
An den Klauen rötet sich der Kronsaum und schmerzt, was zu Lahmheiten führt. Bei Rindern sind Entzündungen der Zitzenhaut und Schleimhäute im Bereich der Augenlider, Maulhöhle und Genitalien die Leitsymptome.
Wiederkäuer aus den betroffenen Zonen unterliegen Handelsrestriktionen.
Informationen zu den Verbringungsregelungen sind auf der Website des Ministeriums für Wissenschaft, Wirtschaft und Landwirtschaft in Sachsen-Anhalt hinterlegt. Die Seite wird derzeit aktualisiert und um den Ausbruch in Hessen erweitert.
Foto: via dts Nachrichtenagentur

