JU-Vorsitzender Winkel: Rentenerhöhung senken, um BAföG und Elterngeld zu finanzieren

Der Bundesvorsitzende der Jungen Union, Johannes Winkel (CDU), fordert die Bundesregierung auf, die Rente weniger stark als geplant zu erhöhen. So solle finanzieller Spielraum für die vom Unionsfraktionsvorsitzenden Jens Spahn (CDU) infrage gestellte BAföG-Erhöhung geschaffen und eine Kürzung des Elterngeldes vermieden werden.

Winkel sagte der „Bild am Sonntag“: „Die Erhöhung der Rente, des Bafög und des Elterngeldes sind allesamt im Koalitionsvertrag vereinbart. Es ist nachvollziehbar, dass diese Versprechen in Zeiten knapper Kassen überprüft werden. Nicht nachvollziehbar ist hingegen, warum die Einsparungen nicht fair verteilt werden.“ Er bemängelte, während die Rentenerhöhung um 4,2 Prozent unangetastet bleibe, solle die BAföG-Erhöhung komplett ausfallen. Die Elterngelderhöhung solle nicht nur ins Wasser fallen, es werde sogar gekürzt. „Gerecht“ wäre es, Haushaltseinsparungen als „Aufgabe aller Generationen“ anzusehen, so Winkel.

Winkel schlägt den Koalitionsspitzen konkret vor, die Renten um drei Prozent zu erhöhen. Dies liege über der Inflation, jeder Rentner gewinne also an Kaufkraft dazu. Durch diese niedrigere Erhöhung würden Spielräume in Höhe von rund fünf Milliarden Euro entstehen. Diese könnten genutzt werden, um die „wichtige Anpassung der Wohnkostenpauschale beim BAföG vorzunehmen“. Ebenfalls solle dafür gesorgt werden, dass das Elterngeld nicht gekürzt werde. Winkels Appell: „Gebt euch einen Ruck für die junge Generation, liebe Regierung.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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