Berlins Grünen-Spitzenkandidat Graf fordert Sauberkeitsoffensive und nennt Wien als Vorbild

Berlins Grünen-Spitzenkandidat Werner Graf hat eine Sauberkeitsoffensive für die Hauptstadt angekündigt. „Diese Stadt ist zu dreckig“, sagte er der „Welt“ (Montagsausgabe). Als erste Maßnahme nach einem Wahlsieg würde er einen Leitungsstab zum Thema Sauberkeit im Roten Rathaus einrichten.

Seit Corona werde der öffentliche Raum zunehmend nicht mehr als verlängertes Wohnzimmer wahrgenommen, sondern als ein Bereich, um den man sich nicht weiter kümmere, so Graf. Deshalb wolle er alle für die Reinigung zuständigen Stellen in einem Leitungsstab im Roten Rathaus bündeln und eine Verpackungssteuer zur Müllreduktion umsetzen. Er sehe auch, wie andere Städte erfolgreich gegen den Müll vorgingen: mit mehr Stadtreinigung plus der Wiederaneignung des öffentlichen Raums durch die Menschen.

Als Vorbild nannte Graf Wien. Die Stadt ermögliche, dass Hauseigentümer Straßenparkplätze mieten und dort ein Parklet aufstellen könnten. Mit der Bedingung, dass alles frei zugänglich sein müsse. „Straßen werden sauberer, wenn sich die Menschen dafür verantwortlich fühlen.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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