Bundesregierung sieht Ukraine in „neuer Stärke“ und Fenster für Diplomatie mit Russland

Die Bundesregierung sieht die Ukraine militärisch aktuell in einer „neuen Position der Stärke“. Daraus könne sich „langsam ein Fenster der Diplomatie öffnen“, hieß es am Freitag in Berliner Regierungskreisen. Es werde derzeit permanent darüber mit den europäischen Partnern gesprochen. Wer allerdings bei möglichen Verhandlungen mit Russland für Europa sprechen werde, darauf gebe es derzeit noch „keine seriöse Antwort“.

Mögliche Verhandlungen mit Russland sollen zudem sowohl beim G7-Gipfel in Frankreich zu Beginn der kommenden Woche als auch auf dem EU-Rat am Donnerstag und Freitag Thema sein. „Es wird wichtig sein, auszuloten, wie nah wir uns da sind mit den USA“, hieß es in den Berliner Regierungskreisen. Der ukrainische Präsident Selenskyj wird bei beiden Gipfeltreffen persönlich erwartet.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will sich in Brüssel kommende Woche außerdem erneut für eine engere Partnerschaft, eine Art „assoziierte Mitgliedschaft“ der Ukraine einsetzen. Das gleiche gelte auch für die Republik Moldau und die Westbalkan-Länder. In Berliner Regierungskreisen sieht man hier derzeit ein „positives Erweiterungsmomentum“.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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