Am 15. Juni kam es im Bereich Schönebeck zu einer erheblichen Störung des Bahnverkehrs. Die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn in Leipzig informierte die Bundespolizeiinspektion Magdeburg über einen Oberleitungsschaden, das teilte die Polizei am Dienstag mit.
Einsatzkräfte der Bundespolizei erreichten umgehend den Ereignisort und stellten dort einen Intercity sowie einen Regionalexpress fest, die aufgrund des Schadens auf freier Strecke zum Stehen gekommen waren.
Bei beiden Zügen waren die Stromabnehmer abgerissen.
Die betroffene Bahnstrecke war durch das Notfallmanagement der Deutschen Bahn bereits gesperrt und geerdet worden. Nach bisherigen Erkenntnissen führte ein Baggerfahrer unmittelbar neben den Gleisanlagen Verladearbeiten durch, wobei er einen Spanndraht der Oberleitungsanlage beschädigte.
In der Folge riss die Oberleitung und wurde durch die beiden passierenden Züge erfasst, was zu einem Abriss der Stromabnehmer führte und eine Weiterfahrt zunächst unmöglich machte.
Die rund 20 Reisenden des betroffenen Regionalexpresses konnten zeitnah evakuiert werden, während die etwa 190 Fahrgäste des Intercitys zunächst im Zug verblieben. Beide Züge wurden später durch Diesellokomotiven aus dem Schadensbereich gezogen.
Der Schnellzug erreichte den Magdeburger Hauptbahnhof mit einer Verspätung von rund 210 Minuten. Gegen den Verursacher wurde ein Verfahren wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet.
Der entstandene Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf rund 75.000 Euro. Die Ermittlungen der Bundespolizei dauern an.
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