Der Freistaat Sachsen hat ein neues Förderprogramm für Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Bereich kritischer Technologien gestartet. Wie das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz am Mittwoch mitteilte, umfasst die sogenannte STEP-Technologieförderung ein Gesamtvolumen von 85,6 Millionen Euro.
Die Mittel stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), sodass keine eigenen Landesmittel eingesetzt werden müssen.
Gefördert werden hochinnovative Vorhaben in den Bereichen digitale Technologien und Biotechnologien. Ziel ist es, Abhängigkeiten der Europäischen Union bei strategisch wichtigen Technologien wie Mikroprozessoren, Sensortechnik, Künstlicher Intelligenz oder 5G zu verringern.
Unterstützt werden sächsische kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie im Verbund mit diesen auch große Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) betonte, die Förderung diene dazu, die Innovationskraft der kleinteilig aufgestellten sächsischen Wirtschaft zu stärken und zur technologischen Souveränität Europas beizutragen.
Als Praxisbeispiel nannte das Ministerium das Verbundvorhaben „SuperComp“ unter Leitung von Infineon Technologies Dresden.
In dem Projekt erforschen zehn Partner aus Industrie und Forschung, darunter die TU Dresden, die Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden und das Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme, den Einsatz von Supercomputing und Künstlicher Intelligenz in der Halbleiterfertigung. Die Fördersumme für dieses Vorhaben beträgt 12,7 Millionen Euro.
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