GdP-Chef Kopelke: Zunehmende Verrohung im politischen Meinungskampf – Gefahr für Demokratie vor Landtagswahlen

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sieht vor den anstehenden Landtagswahlen eine Zunahme von Angriffen. „Wir beobachten seit einiger Zeit eine zunehmende Verrohung im politischen Meinungskampf“, sagte der GdP-Vorsitzende Jochen Kopelke der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe). Das betreffe leider auch Wahlkämpfer vor Ort.

Kollegen würden häufiger von Anfeindungen, Bedrohungen und auch körperlichen Übergriffen berichten. Das sei eine gefährliche Entwicklung für die Demokratie, so Kopelke. „Wer demokratisches Engagement angreift, greift den Kern unseres Rechtsstaats an – und darauf muss der Staat mit aller Konsequenz reagieren.“

Den Parteien vor Ort empfahl Kopelke eine Absprache mit den Sicherheitsbehörden. Entscheidend sei „ein entschlossenes Zusammenspiel aus sichtbarer Polizeipräsenz, konsequenter Strafverfolgung und klaren Schutzkonzepten für Veranstaltungen und Infostände“, sagte Kopelke. Parteien und Kandidierende sollten ihre Sicherheitsmaßnahmen frühzeitig mit ihrer Polizei in ihrer Region abstimmen.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Merz warnt bei „Wahlkampftermin“ in Sachsen-Anhalt vor AfD-Wahl

    Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt seinen zweiten und letzten „Wahlkampftermin“ im Land absolviert. Im Chemiepark Leuna traf er sich am Donnerstag unter Ausschluss der Öffentlichkeit…

    Schulze: Kein Tolerierungsverbot zur Linken – Einzelmeinung statt Beschluss

    Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) weist den Ruf nach einem Tolerierungsverbot zur Linken aus den eigenen Reihen zurück. „Das ist die Meinung eines einzelnen Parteimitglieds“, sagte Schulze dem „Stern“.Zuvor hatte…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert