Bundeshaushalt 2027: Kabinett beschließt Rekordverschuldung von knapp 200 Milliarden Euro

Das Bundeskabinett hat am Montag den Entwurf für den Bundeshaushalt 2027 beschlossen, der dem Vernehmen nach eine Neuverschuldung von knapp 200 Milliarden Euro vorsieht. Trotz der geplanten Einsparungen und Steuererhöhungen klafft ab 2028 eine Lücke von über 100 Milliarden Euro in der Finanzplanung, heißt es.

Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) will am Montagnachmittag seinen Haushaltsplan offiziell vorstellen. Der Entwurf soll für 2027 Ausgaben im Kernhaushalt von 555,4 Milliarden Euro vorsehen, was eine deutliche Steigerung im Vergleich zum laufenden Jahr darstellen würde. Die Nettokreditaufnahme soll 2027 bei 118,7 Milliarden Euro liegen, während zusätzliche Schulden aus Sondervermögen für Infrastruktur, Klimaneutralität und die Bundeswehr hinzukommen.

Um den Finanzbedarf zu decken, sind Kürzungen im Sozialbereich, höhere Steuern und die Nutzung von Rücklagen geplant. Einsparungen bei der Renten- und Krankenversicherung sowie Reformen beim Wohn- und Elterngeld sollen zur Entlastung beitragen. Zudem sind steuerliche Maßnahmen wie die Einführung einer Plastiksteuer und die Erhöhung der Alkohol- und Tabaksteuer vorgesehen.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Merz stellt Entlastungen bei Spritpreisen in Aussicht

    Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat Entlastungen bei den Spritpreisen in Aussicht gestellt. Er sei der Meinung, dass man handeln müsse, sagte Merz bei einer Veranstaltung des Handelsverbands BGA am Dienstag.…

    CDU Mecklenburg-Vorpommern verlegt Wahlparty wegen Medienandrang

    Die CDU Mecklenburg-Vorpommern hat ihre Wahlparty zur Landtagswahl am Sonntagabend wegen großen Medieninteresses auf einen anderen Ort verlegt. Zuvor hatte es dem Vernehmen nach Ärger mit der Presse gegeben. Ursprünglich…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert