Christine Wunnicke erhält Georg-Büchner-Preis 2026 für überraschendes Erzählwerk

Die Schriftstellerin Christine Wunnicke erhält in diesem Jahr den mit 50.000 Euro dotierten Georg-Büchner-Preis. Das teilte die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung am Donnerstag mit.

Die Akademie zeichne Wunnicke für „ihr stets überraschendes und souverän konzipiertes Erzählwerk, das an so unterschiedlichen Schauplätzen wie Hollywood, Nagasaki oder Paris angesiedelt ist“, aus. „Die Verblüffungskraft dieses Oeuvres, sein unbekümmerter Eigensinn, die unbeirrbare Arbeit eines Vierteljahrhunderts beeindrucken die Leserinnen und Leser, die mit jedem Buch in eine neue faszinierende Auseinandersetzung zwischen Fakt und Erfindung verwickelt werden.“

Wunnickes „brillante Kunst“ mache im vermeintlich Historischen das Fiktionale sichtbar und ermögliche so „einen entlarvenden Blick auf die europäische Wissenschafts- und Kolonialgeschichte, ohne dabei die Empathie für ihre Figuren zu verleugnen“. Wie nur selten vereine sich in diesen Romanen, getragen von subtilem Sprachwitz und dem Verzicht auf Selbstreferenz, das Unterhaltende und die anspruchsvolle Reflexion „auf so großartige wie diskrete Weise“, so die Begründung.

Der Georg-Büchner-Preis soll in diesem Jahr am 24. Oktober in Darmstadt verliehen werden. Er gilt als der renommierteste Literaturpreis im deutschen Sprachraum.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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