Bundeswehr reaktiviert acht ehemalige Kasernen für neuen Wehrdienst

Die Bundeswehr will ehemalige Kasernen wieder reaktivieren. Für den Aufwuchs benötige man zusätzliche Liegenschaften, besonders für die aufzubauenden Ausbildungskapazitäten des neuen Wehrdienstes, teilte das Verteidigungsministerium am Donnerstag mit.

Zunächst wurden acht Liegenschaften ausgewählt, die sich aufgrund ihrer Lage, Infrastruktur und Kapazitäten besonders gut eignen sollen. Dies sind die ehemalige Rantzau-Kaserne in Boostedt (Schleswig-Holstein), die ehemalige Hinrich-Wilhelm-Kopf-Kaserne in Cuxhaven (Niedersachsen), die ehemalige Kurpfalz-Kaserne in Speyer (Rheinland-Pfalz), die ehemalige Unteroffizier-Krüger-Kaserne in Kusel (Rheinland-Pfalz), die ehemalige Kanaal-van-Wessem-Kaserne in Soest (Nordrhein-Westfalen), das ehemalige Nato-Hauptquartier in Mönchengladbach (Nordrhein-Westfalen), die ehemalige Graf-Stauffenberg-Kaserne in Sigmaringen (Baden-Württemberg) und die ehemaligen Ray Barracks in Friedberg (Hessen).

Eine finale Entscheidung über die Reaktivierung und Nutzung der Liegenschaften sei zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht getroffen. Es solle nun „mit allen relevanten Akteuren“ gesprochen werden.

Das Verteidigungsministerium hatte bereits im Oktober 2025 die zuvor jahrelang betriebene Umwandlung von militärisch genutzten Liegenschaften in eine zivile Nachnutzung gestoppt. Insgesamt 200 Liegenschaften wurden in das sogenannte Moratorium überführt und auf ihre potenzielle Eignung für eine mögliche militärische Nutzung geprüft. In diesem Jahr kamen 27 weitere Liegenschaften aus dem Portfolio der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) hinzu.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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