Linken-Chef Pantisano attackiert VW-Management und Bundesregierung wegen Werksschließungen

Vor der Sitzung des VW-Aufsichtsrates zur Entscheidung über die geplanten Werksschließungen hat Linken-Chef Luigi Pantisano den Konzernvorstand kritisiert. Die Beschäftigten seien wütend und das zurecht, sagte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitagausgabe). Sie erwirtschafteten die Gewinne, die VW immer noch täglich einfahre.

Die Belegschaft habe sich auf den Wandel des Konzerns eingestellt. „Alles, was sie brauchen, ist ein Plan“, so Pantisano. Aber das Management kenne keine Verantwortung für die Arbeiter, die seine Vorstandsboni erarbeiteten, behauptete er. „Sie fühlen sich nur den Aktionären verantwortlich“, so Pantisano.

Es mache ihn „zornig“, dass die Bundesregierung „mit diesem Management gegen die arbeitenden Menschen gemeinsame Sache macht“, sagte der Linken-Chef mit Verweis auf die Reformpläne der Berliner Koalition. Der Staat habe „eine verdammte Verantwortung für all die Menschen, die an diesen Werken hängen“. Für eine „kraftvolle Kampfansage“ gegen eine „profitgierige Konzernspitze und eine ignorante Politik“ habe er deshalb an der Kundgebung der Beschäftigten vor dem VW-Werk in Salzgitter teilgenommen.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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