Die Staatsanwaltschaft Dresden hat Anklage gegen zwei griechische Staatsangehörige im Alter von 26 und 44 Jahren wegen banden- und gewerbsmäßigen Betrugs erhoben. Das teilte die Behörde am Freitag mit.
Die beiden Männer sollen als Teil einer international agierenden Bande durch betrügerische Callcenter-Aktivitäten hohe Vermögensschäden verursacht haben.
Dem 44-jährigen Beschuldigten werden 15 Fälle des banden- und gewerbsmäßigen Betrugs zur Last gelegt, dem 26-Jährigen zehn Fälle. Die Schadenssumme beläuft sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft auf rund 330.000 Euro für den älteren und rund 100.000 Euro für den jüngeren Beschuldigten.
Die Bande soll seit Ende 2021 unter anderem mit vorgetäuschten Identitäten als Bankmitarbeiter oder Polizeibeamte, fingierten Inkassoschreiben und gefälschten Gerichtsbeschlüssen vor allem ältere Menschen im In- und Ausland geschädigt haben.
Die beiden Männer wurden am 3. Juni 2025 in Griechenland festgenommen, nach Deutschland ausgeliefert und befinden sich seitdem in Untersuchungshaft. Der 26-Jährige hat zu den Vorwürfen geschwiegen, der 44-Jährige bestreitet die Taten teilweise.
Das Landgericht Dresden muss nun über die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden.
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