Extreme Hitze: DGB fordert Ausfallgeld für Beschäftigte

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat mehr Arbeitsschutz bei extremer Hitze gefordert.

„Wir können es uns nicht mehr leisten, untätig zu sein“, sagte DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe). „Mehr Hitzetage im Jahr heißen mehr gesundheitliche Belastung für Beschäftigte und ein höheres Risiko für Arbeitsunfälle. Das gilt besonders für die, die draußen arbeiten, unter Zeitdruck stehen oder besonders schwer körperlich arbeiten.“ Dazu würden auch Pflegekräfte, Paketzusteller und Einsatzkräfte gehören.

„Die Bundesregierung darf nicht länger tatenlos zusehen“, forderte Fahimi. „Sie muss Regelungen für ein Ausfallgeld für Beschäftigte finden, wenn wegen extremer Hitze nicht gearbeitet werden kann.“

Gleichzeitig seien auch die Arbeitgeber in der Verantwortung vorzusorgen. „Prävention, die fest im Arbeitsschutz der Unternehmen verankert ist, darf keine Kür mehr sein – sie ist Pflicht“, so Fahimi. „Die wirksamsten Lösungen entstehen dann, wenn die Beschäftigten über Betriebs- oder Personalräte an ihnen beteiligt sind. Sie sind die Experten für die eigenen Arbeitsplätze und wissen genau, welche Maßnahmen am sinnvollsten sind.“

Hitzewellen werden durch die globale Erwärmung stärker und wahrscheinlicher. Der Effekt wird weiter verstärkt, solange zusätzliche Treibhausgase etwa durch das Verbrennen von Kohle, Öl und Gas in die Atmosphäre gebracht werden.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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