Studie: Klimawandel erhöht Waldbrandrisiko in Frankreich und Spanien deutlic

Der Klimawandel erhöht die Wahrscheinlichkeit für das Zusammentreffen von Faktoren, die extreme Waldbrandbedingungen in Frankreich und Spanien begünstigen. Das ist das Ergebnis einer neu veröffentlichten Studie der Initiative „World Weather Attribution“. In beiden Regionen nimmt die Wahrscheinlichkeit und Schwere von Waldbränden im Zuge der globalen Erwärmung zu.

Um die Gefahr von Waldbränden zu verstehen, die im Juli 2026 im Südwesten Frankreichs und in Zentralspanien beobachtet wurden, haben Wissenschaftler die Bedingungen analysiert, die dazu geführt haben. Sie haben einen Index genutzt, der die Auswirkungen von Wetterbedingungen auf die Wahrscheinlichkeit von Waldbränden zusammenfasst. Dabei geht es insbesondere um Bedingungen, die dazu beitragen, dass trockene und leicht entzündliche Materialien entstehen.

Die Studie zeigt, dass Bedingungen, die so extrem sind wie die im Juli 2026 in Zentralspanien, heute mindestens 20-mal wahrscheinlicher sind als im vorindustriellen Klima. Für Frankreich wurde eine mindestens zweifachen Zunahme der Wahrscheinlichkeit ermittelt.

Insbesondere der Übergang von einem feuchten Winter zu einem trockenen Frühling – wie er durch den Klimawandel immer häufiger wird – ist ein zunehmend wichtiger Faktor für das Waldbrandrisiko in Westeuropa. Wie die Wissenschaftler erläuterten, führten überdurchschnittliche Niederschläge im Winter zu einer hohen Bodenfeuchte und förderten das Pflanzenwachstum. Darauf folgten jedoch ungewöhnlich trockene und warme Bedingungen, wodurch Gräser austrockneten und feine Brennstoffe entstanden. Zudem verstärkten Trockenheit und Hitze den Wasserstress in Sträuchern und Kiefern. Zusammen erhöhten diese Bedingungen die Wahrscheinlichkeit von Brandausbrüchen und einer raschen Ausbreitung der Brände.

Die Forscher erklärten, dass unter den heutigen klimatischen Bedingungen extreme Brandbedingungen keine Seltenheit mehr sind. Es sei deshalb zwar wichtig, sich schneller an den Klimawandel anzupassen, aber es gebe auch Grenzen der Anpassung. Um einen weiteren Anstieg des Brandrisikos zu begrenzen, sei es nötig, rasch aus fossilen Brennstoffen auszusteigen.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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