Fahimi fürchtet „Prekarisierung junger Beschäftigter“

Die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Yasmin Fahimi, warnt vor den Folgen der Abschaffung der Blockaltersteilzeit und leichterer Befristung von Arbeitsverträgen. Ersteres hatte die Alterssicherungskommission vorgeschlagen, Letzteres ist eine Einigung aus dem Koalitionsausschuss von Anfang Juli.

In Kombination „ist das eine Prekarisierung junger Beschäftigter in diesem Land“, sagte DGB-Chefin Yasmin Fahimi den Partnerzeitungen der „Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft“. „Das ist inakzeptabel.“

Die Abschaffung der Blockaltersteilzeit sei „völlig unnötig und gerade in dieser Zeit unangemessen“, erklärte Fahimi. Für Gewerkschaften und Arbeitgeber handele es sich dabei um ein Instrument des sozialverträglichen Beschäftigungsabbaus. Die Alternative zur Blockaltersteilzeit sei das Verhandeln eines Sozialplans. „Und dann gehen zuerst die, die als Letztes in den Betrieb gekommen sind – das sind in der Regel die Jüngeren“, so die DGB-Chefin.

Auch die Absicht, sachgrundlose Befristungen zu erleichtern, sieht sie kritisch. „Vier Jahre ohne Angabe von Gründen befristen zu können, heißt nichts anderes als vier Jahre Probezeit.“ Junge Beschäftigte hätten dann schlechtere Chancen auf einen Mietvertrag oder einen Kredit für Wohneigentum, sagte die DGB-Chefin.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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