Bundespräsidentenwahl: SPD-Politiker aus Bayern werben für Ilse Aigner als Kandidatin

Mehrere SPD-Politiker sprechen sich für eine Kandidatur der bayerischen Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) für das Amt des Bundespräsidenten aus. Aigner habe sich als Landtagspräsidentin „überparteilich breites Ansehen erworben und zeichnet sich durch eine verbindliche, aber auch verbindende Art aus, was für das Amt der Bundespräsidentin sicher nicht von Nachteil wäre“, sagte der bayerische SPD-Vorsitzende Sebastian Roloff dem „Tagesspiegel“.

Der bayerische Landtagsvizepräsident Markus Rinderspacher (SPD) sagte der Zeitung: „Ilse Aigner bringt alles mit, was eine gute Bundespräsidentin auszeichnet: politische Erfahrung, menschliche Integrität und ein tiefes Verständnis für unsere parlamentarische Demokratie.“ Als Landtagspräsidentin setze sich Aigner mit großer Überzeugung für den respektvollen Dialog, den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft und die Stärkung demokratischer Werte ein. Er sei überzeugt, dass Aigner „unser Land als Bundespräsidentin mit Würde, Besonnenheit und einem klaren Kompass für Freiheit, Demokratie und Verantwortung vertreten würde“, sagte Rinderspacher.

Der Oberbürgermeister von Fürth, Thomas Jung (SPD), sagte dem „Tagesspiegel“: „Ilse Aigner wäre eine exzellente Bundespräsidentin. Es gibt meines Erachtens keine bessere Kandidatin und keinen besseren Kandidaten.“ Er kenne Aigner seit mehr als 30 Jahren, seit der gemeinsamen Wahl in den Bayerischen Landtag 1994, sagte Sozialdemokrat Jung, der der am längsten amtierende OB einer deutschen Großstadt ist. „Sie war erst vor wenigen Wochen in Fürth und hat da abermals gezeigt: Ilse Aigner ist extrem bürgernah und engagiert. Sie hat einen gesunden Menschenverstand, und engagiert sich überzeugend für die demokratische Kultur in Deutschland“, sagte Jung.

Die Bundespräsidentenwahl ist am 30. Januar 2027. Die Amtszeit Frank-Walter Steinmeiers endet im März 2027. In Koalitionskreisen wird mit einem gemeinsamen Personalvorschlag von Union und SPD gerechnet. Die AfD deutete kürzlich die Nominierung eines eigenen Kandidaten an.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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