ASB-Chef Fleckenstein: Neuer Zivildienst muss mindestens neun Monate dauern

Der Bundesvorsitzende des Arbeiter-Samariter-Bunds (ASB), Knut Fleckenstein, stellt konkrete Forderungen zur Ausgestaltung eines neuen Zivildienstes, falls ein solcher kommen sollte.

„Ein Zivildienst müsste mindestens neun, besser zwölf Monate lang sein, damit die jungen Menschen auch die Chance haben, etwas zu lernen und eine Verbindung zu ihrer Aufgabe herzustellen“, sagte Fleckenstein den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Außerdem müsse der Qualifizierungsteil deutlich ausgebaut werden. Ohne echte Qualifizierung und mit kürzerer Dauer säßen die Leute nur ihre Zeit ab, das sei weder in ihrem Interesse noch in dem des Verbands.

Wichtig wäre außerdem die freie Wahl der Einsatzstelle für die Zivildienstleistenden und eine Anrechnung bereits geleisteter Freiwilligendienste, führte der ASB-Chef aus. Wer also zum Beispiel schon ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) gemacht habe oder sich ehrenamtlich im Bevölkerungsschutz engagiere, solle nicht nochmal ranmüssen. Ein neuer Dienst müsse sich daran orientieren, was man jungen Menschen bieten könne. „Wir haben keine Lust, die Uhr einfach 15 Jahre zurückzudrehen.“

Grundsätzlich sagte Fleckenstein, dass der ASB gute Erfahrungen mit den freiwilligen Diensten gemacht habe und deshalb kein Freund des Zivil- und Ersatzdienstes sei. Sollte ein solcher kommen, könnten aber etwa 2.000 „Zivis“ beim ASB beschäftigt werden. Der Aufbau der entsprechenden Strukturen würde laut Fleckenstein drei bis sechs Monate dauern.

Wichtig ist aus Sicht des Verbands auch, dass der Bund den Großteil der Kosten übernehmen würde. „Ein neuer Zivildienst darf nicht zulasten der Einrichtungen gehen“, sagte Fleckenstein.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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