Dax verliert bei Rekordjagd etwas an Schwung

Der Dax hat am Mittwoch bei seiner Rekordjagd bis zum Mittag an Schwung eingebüßt und sich wieder auf das Vortagesniveau zurückbegeben. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 26.200 Punkten berechnet, 0,01 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Fresenius, Bayer und Rheinmetall, am Ende Infineon, Continental und die Deutsche Post.

„Die Rally in der ersten Wochenhälfte, in der Spitze über 26.400 Punkte, hat den Dax viel Kraft gekostet“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. Die Investoren würden in Anbetracht der Kursdynamik und der Schnelligkeit, in der der Index von einem Rekord zum nächsten eile, jetzt vorsichtiger. „Auch wenn viele Unternehmen mit besser als erwarteten Quartalszahlen glänzen, werden in den bisherigen Gewinnerbranchen vereinzelt Gewinne mitgenommen.“

„Bei Infineon werden die Aussichten unklarer und die Gefahr eines abrupten Endes des Halbleiterzyklus nimmt zu“, fügte Lipkow hinzu. China komme mit großen Schritten und massiven Investitionen näher und schicke sich an, ein ernst zu nehmender Konkurrent auf dem internationalen Halbleitermarkt zu werden.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1538 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8667 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 80,69 US-Dollar; das waren 1,7 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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