Nach Drohnen-Vorfall in Leipzig: SPD-Innenexperte Fiedler verteidigt Aufteilung der Sicherheits-Zuständigkeiten an Flughäfen

Der SPD-Innenpolitiker Sebastian Fiedler hat nach dem Drohnen-Vorfall in Leipzig die Aufteilung der Zuständigkeiten für Sicherheit an Flughäfen gegen Kritik verteidigt.

Dass es an Flughäfen unterschiedliche Zuständigkeiten gibt, sei für sich genommen erstmal kein Problem, solange die Zusammenarbeit eng und gut funktioniere und es möglichst wenige Reibungsverluste gebe, sagte Fiedler der „Rheinischen Post“. Es müsse immer unmissverständlich klar sein, wer wann wofür zuständig sei, fügte er hinzu.

Er widersprach damit Kritik an der Aufteilung, die etwa der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, Thomas Röwekamp (CDU), geäußert hatte. Fiedler sagte zugleich: Losgelöst davon gelte ganz generell für ganz Deutschland und nicht nur für die Sicherheitsbehörden, dass Investitionen in jeweils modernste Drohnenabwehrtechnologie nicht mehr wegzudenken seien.

Der SPD-Politiker verteidigte außerdem existierende Einrichtungen zur Drohnen-Abwehr. Es sei von großem Vorteil für die Sicherheitsbehörden, dass das Drohnenabwehrzentrum und das Gemeinsame Abwehrzentrum Hybrid (GAZ Hybrid) bereits im laufenden Betrieb seien, sagte Fiedler.

Röwekamp hatte am Donnerstag gefordert, dass es eine klare nationale Zuständigkeit für die Abwehr von Drohnen, schnellere Entscheidungsstrukturen und eine moderne technische Ausstattung der Sicherheitsbehörden geben müsse. Die aktuelle Zersplitterung von Zuständigkeiten werde der Dynamik dieser Bedrohung nicht mehr gerecht, sagte Röwekamp der „Rheinischen Post“.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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