Im Wildgatter Oberrabenstein gibt es Luchsnachwuchs zu sehen. Wie die Stadt Chemnitz am Dienstag mitteilte, kamen die drei Jungtiere des Karpatenluchses bereits am 16. Mai zur Welt und zeigen sich nun immer häufiger im naturnahen Gehege.
Mit etwas Glück, Geduld und einem aufmerksamen Blick können Besucher die jungen Luchse beobachten.
Die Luchsjungtiere gehören zu den Nesthockern und verbrachten ihre ersten Lebenswochen gut verborgen im Wurfplatz. Inzwischen haben sie sich prächtig entwickelt, erkunden neugierig ihre Umgebung und unternehmen gemeinsam mit ihrer Mutter erste Streifzüge durch das Gehege.
Für das Zuchtpaar ist es der vierte gemeinsame Wurf. Welches Geschlecht die drei Jungtiere haben, ist noch unbekannt und soll bei einer bevorstehenden veterinärmedizinischen Untersuchung bestimmt werden.
Nach einer Tragzeit von rund 72 Tagen bringt eine Luchsin in der Regel zwei bis fünf Jungtiere an einem geschützten Ort zur Welt.
Die Aufzucht übernimmt ausschließlich die Mutter, die ihre Jungen etwa fünf Monate lang säugt. Der männliche Luchs, in der Weidmannssprache Kuder genannt, beteiligt sich nicht an der Aufzucht.
Die Jungtiere bleiben bis zum nächsten Frühjahr bei ihrer Mutter, bevor sie sich auf die Suche nach einem eigenen Revier machen. Mit dem erneuten Nachwuchs leistet das Wildgatter einen Beitrag zur Erhaltung des Karpatenluchses; bereits im vergangenen Jahr wurde ein hier geborenes Jungtier im Schwarzwald ausgewildert, wo inzwischen Nachwuchs in freier Wildbahn nachgewiesen wurde.

