Bafög-Reform: Studierendenwerk fordert mehr Geld für Miete und warnt vor Mehraufwand

Der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Studierendenwerks, Matthias Anbuhl, fordert eine höhere Wohnkostenpauschale für Bafög-Beziehende. Die Pauschale, die zum Sommer 2027 auf 440 Euro erhöht wird, liege auch in dieser Höhe weit unter der durchschnittlichen Miete von 512 Euro für ein WG-Zimmer auf dem freien Wohnungsmarkt, sagte er der „Rheinischen Post“ (Mittwoch). Die Pauschale müsste in dieser Legislatur gleich nochmal erhöht werden.

Die Bafög-Reform wird am Mittwoch von Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU) ins Bundeskabinett eingebracht. Darin wird unter anderem eine schrittweise Erhöhung des Bafög-Grundbedarfs vorgesehen, der nach und nach an den Regelsatz des Bürgergelds angepasst werden soll.

Grundsätzlich lobte Anbuhl die Vorhaben. Das gelte insbesondere für die automatische Erhöhung der Freibeträge und die schrittweise Angleichung des Bafög-Grundbedarfs an die Grundsicherung. Damit würde endlich ein Mechanismus geschaffen, der verhindere, dass das Bafög immer wieder über Jahre hinter der Preisentwicklung zurückbleibe.

Der Vorstandsvorsitzende warnte jedoch auch vor einem Mehraufwand für die Studierendenwerke in Deutschland. Auf die Bafög-Ämter der Studierendenwerke rolle mit dieser 30. Novelle sehr viel Arbeit zu, so Anbuhl. Wenn gesetzliche Änderungen wie geplant jeweils zum Sommersemester, mitten in laufenden Bewilligungszeiträumen, geändert würden, mache das Hunderttausende Neuberechnungen notwendig. Dafür müssten die Bafög-Ämter technisch, personell und finanziell ausgestattet werden.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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