NRW-Verkehrsminister Krischer fordert nach Niedrigwasser-Gesprächen schnelle Entscheidung zur Fahrrinnen-Optimierung am Rhein

NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) sieht Fortschritte im gemeinsamen Kampf von Bund und Ländern gegen die Auswirkungen der aktuellen Hitzeperiode. Der Austausch mit dem Bund und den anderen Ländern zur aktuellen Niedrigwassersituation sei konstruktiv gewesen, sagte Krischer der „Rheinischen Post“ im Anschluss an Gespräche zwischen Bund und Ländern am Mittwoch zur aktuellen Lage.

Man habe über eine Reihe von Maßnahmen gesprochen, die kurzfristig helfen könnten, Güter auf andere Verkehrsträger zu verlagern. Dazu gehöre die vorübergehende Aussetzung des Sonntagsfahrverbots für Lkw, die in NRW bereits umgesetzt wurde. Aber auch Baumaßnahmen sollten dort, wo es möglich sei, verschoben werden, auf Autobahnen genauso wie auf Wasserstraßen. „In Nordrhein-Westfalen wurde bereits beispielsweise die Instandsetzung der Schleuse Wanne-Eickel verschoben, um die Schifffahrt nicht zusätzlich zu belasten“, so Krischer.

Das seien wichtige Maßnahmen, um Unternehmen und Logistikbranche in der aktuellen Krise zu unterstützen, so der Grünen-Politiker weiter. Gleichzeitig müssten die mittel- und langfristigen Maßnahmen jetzt „genauso konsequent“ angegangen werden.

„Für NRW bleibt die Optimierung der Fahrrinne am Rhein zentral. Wir erwarten, dass die Aussage des Bundeskanzlers, baureife Maßnahmen kurzfristig umzusetzen, auch für die Optimierung des Rheins zwischen Duisburg und Stürzelberg (nördliche Stadtgrenze Köln) gilt“, sagte Krischer. Der Bundesverkehrsminister habe signalisiert, dass er sich das noch einmal anschauen werde. Daraus müsse jetzt schnell eine konkrete Entscheidung werden. „Das wäre ein wichtiges Signal an die Schifffahrt.“ Man müsse jetzt handeln, damit die Wasserstraßen auch beim nächsten Niedrigwasser leistungsfähig blieben, so Krischer.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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