Die Staatsanwaltschaft Dresden hat Anklage gegen einen 38-jährigen Serben und eine 39-jährige Beschuldigte mit schwedischer und bosnisch-herzegowinischer Staatsangehörigkeit erhoben. Wie die Behörde mitteilte, geht es um den Verdacht des gewerbsmäßigen Bandenbetrugs und der bandenmäßigen Geldfälschung in einer Vielzahl von Fällen.
Die beiden sollen als Teil einer international agierenden Bande Unternehmer mit betrügerischen „RIP-Deals“ hereingelegt haben.
Dabei wurden Kaufabsichten vorgetäuscht und die Geschädigten zur Übergabe von Vermögenswerten gegen Falschgeld veranlasst. Der 38-Jährige soll einen Schaden von etwa 1.850.000 Euro verursacht haben, die 39-Jährige etwa 780.000 Euro.
Unter den Geschädigten sind auch zwei Dresdner Unternehmer, denen zusammen rund 240.000 Euro Schaden entstanden sein sollen. Die Ermittlungsgruppe Odelo der Polizeidirektion Dresden hatte die Beschuldigten nach umfangreichen Ermittlungen identifiziert.
Bei einem internationalen Aktionstag im Dezember 2025 wurden sie in Deutschland, Schweden, Belgien und Italien festgenommen und sitzen seitdem in Untersuchungshaft.
Die 39-Jährige ist bislang nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten, der 38-Jährige ist vorbestraft. Beide haben sich zu den Vorwürfen bislang nicht geäußert.
Das Landgericht Dresden muss nun über die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden. Ein Termin für die Hauptverhandlung steht noch nicht fest.
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